10 Fragen zum Solarstrom

Aus welchen Bestandteilen besteht eine Photovoltaikanlage?
Die Grundeinheit einer Photovoltaikanlage ist das Solarmodul, in dem zahlreiche Solarzellen elektrisch verschaltet sind. Mehrere Module werden zu einem Solargenerator verbunden.
Der von den Solarzellen produzierte Gleichstrom wird über Gleichstromleitungen zum Wechselrichter geführt. Dieses Gerät wandelt den Gleichstrom in Wechselstrom um, der bei einer netzgekoppelten Photovoltaik-Anlage über einen Zähler ins öffentliche Stromnetz eingespeist wird.

Eignet sich mein Haus für eine Photovoltaikanlage?
Die Strahlungsintensität in Deutschland ist in allen Regionen des Landes groß genug, um Photovoltaikanlagen sinnvoll zu betreiben.
Grundsätzlich können Photovoltaikanlagen überall dort installiert werden, wo ausreichend Licht hinfällt. Einen optimalen Ertrag bietet eine südorientierte Fläche mit etwa 30° Neigung. Eine Abweichung nach Südwest/Südost oder Neigungen zwischen 25° und 60° verringern den Energieertrag nur geringfügig. Verschattungen durch Bäume, Nachbarhäuser, Giebel, Antennen u.ä. sollten vermieden werden, da sie den Stromertrag deutlich reduzieren.

Was ist die sinnvolle Größe für eine Photovoltaikanlage?
Die günstigen Vergütungsbedingungen machen es empfehlenswert, die Größe der Solaranlage nicht zwangsläufig nach dem eigenen Stromverbrauch zu bemessen, sondern nach der Größe der geeigneten Dachfläche und dem vorhandenen Geldbeutel.
Eine Photovoltaikanlage mit einer Nennleistung von 1.000 Watt (1 kWp) benötigt etwa 8-9 m² Dachfläche.

Wie viel Energie produziert eine Photovoltaikanlage?
Als Faustregel gilt in unseren Breitengraden ein Energieertrag von 800 bis 1100 kWh pro kWp installierter Leistung der Anlage und Jahr. Eine 2 kWp - Photovoltaikanlage mit einer Größe von ca. 20 Quadratmetern produziert somit rd. 1600 kWh Solarstrom im Jahr.

Muss der Solarstrom ins Netz eingespeist werden?
Nein, der Strom kann auch im eigenen Haushalt verbraucht und nur der Überschuss ins Netz eingespeist werden. Wirtschaftlich interessant ist bei erhöhter Vergütung allerdings nur die komplette Einspeisung (EEG).
Darüber hinaus kann Solarstrom direkt dort genutzt werden, wo kein Netzanschluss vorhanden ist, z.B. für solare Gartenlampen, solare Teichpumpen oder elektronische Kleingeräte. Zur Erhöhung der Versorgungssicherheit werden diese sogenannten Inselanlagen häufig mit einem Akku als Energiespeicher ausgestattet.

Welche Montagearten sind möglich?
Photovoltaikmodule lassen sich auf nahezu allen Dachformen installieren. Geschickt eingebaut sind sie ein echter Blickfang - das Gebäude wird aufgewertet.
Zur Auswahl stehen vier Möglichkeiten der Modulmontage:
- die Aufdachmontage
- die Indachmontage
- die Freiaufstellung und
- die Fassadenmontage.
Bei der Wahl der Montageart spielen neben der für die Module günstigsten Ausrichtung und Neigung auch optische und architektonische Gesichtspunkte eine Rolle.
Die Montage einer privaten Solaranlage nimmt in der Regel wenige Tage in Anspruch.

Wie hoch ist die Lebensdauer einer Photovoltaikanlage?
Die Hersteller von Solarmodulen bieten inzwischen Leistungsgarantien bis zu 25 Jahren an. Die durchschnittliche Lebensdauer von Photovoltaikmodulen liegt bei 30-40 Jahren. Generell ist eine Photovoltaikanlage sehr wartungs- und störungsarm.
Lediglich die Wechselrichter müssen nach ungefähr 10 Jahren ausgetauscht bzw. runderneuert werden.

Muss eine Photovoltaikanlage baulich genehmigt werden?
Eine Solaranlage auf einem Einfamilienhaus, die in den meisten Fällen auf dem Dach errichtet oder in das Dach integriert wird, ist in den meisten Bundesländern genehmigungsfrei. Die Genehmigungspflichten regeln die Landesbauordnungen (LBO) der Länder. Einzusehen sind diese unter www.bauordnungen.de.

Wie teuer ist eine Photovoltaikanlage?
Derzeit werden Preise um die 3.900 Euro pro kWp Leistung inklusive Installation genannt.
Bei der derzeitigen Vergütung nach dem EEG stehen diesen Ausgaben nach 20 Jahren Einnahmen von doppelter Größe gegenüber.
Zinsgünstige Darlehen der KfW-Förderbank erleichtern in Deutschland die Finanzierung von Photovoltaikanlagen.

Wie hoch ist der Betriebs- und Wartungsaufwand?
Solarstromanlagen arbeiten nahezu wartungsfrei. Die Betriebs- und Wartungskosten für Photovoltaikanlagen sind deshalb sehr gering.
Die wichtigste Arbeit ist das regelmäßige Ablesen des Stromzählers, damit Sie eine Störung, so selten diese in der Praxis auch auftritt, frühzeitig erkennen.
Staub und Schmutz auf den Solarmodulen werden i.d.R. in ausreichendem Maße durch Schnee und Regen entfernt. Besonders grobe Verschmutzungen (z.B. bei Laub und Vogelkot), die eine echte Teilbeschattung der Anlage verursachen, sollten möglichst schnell entfernt werden.

 

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