Das Projekt "BTO (Bahntechnik und Oberbau) Neubaustrecke Wendlingen – Ulm" ist Teil der Neu- und Ausbaustrecke Stuttgart-Augsburg der Deutschen Bahn und soll die Überquerung der Schwäbischen Alb mit bis zu 250 km/h ermöglichen. Das Projekt gilt als derzeit größtes Infrastrukturprojekt Europas.

Als Nachauftragnehmer der ARGE Bahntechnik Schwäbische Alb (ARGE BSA) wird HÖRMANN Kommunikation & Netze GmbH in diesem Bauvorhaben in Gesamtverantwortung die bahntechnische Telekommunikationsausrüstung planen und realisieren. Die ARGE BSA ist eine Arbeitsgemeinschaft der Rhomberg Bahntechnik GmbH und der Swietelsky Baugesellschaft m.b.H.

 

Bildnachweis: https://www.bahnprojekt-stuttgart-ulm.de

 

HÖRMANN Kommunikation & Netze GmbH plant und realisiert für eine Streckenlänge von 56,9 km (davon 30,4 km Tunnel) folgende Teilprojekte:

  • DB MAS (System zur Überwachung und Steuerung von Gefahrmeldeanlagen)
  • HOA (Heißläuferortungsanlagen), FBOA (Festbremsortungsanlagen)
  • Übertragungstechnik und IP-Netzwerk
  • BSH (Betonschalthäuser), TK-Räume und Kabelanlagen (Kupfer und LWL)
  • BOS-Funkanlage, EMA (Einbruchmeldeanlagen), BMA (Brandmeldeanlagen) und ISS (Integriertes Schließ- und Sicherheitssystem)
  • Koordination der beigestellten Gewerke > GSM-R und GSM-P
  • Installation von ca. 60 km Leckkabel im Tunnel zur BOS – Versorgung
  • Installation von ca. 50 Betriebsräumen, inkl. Stromversorgung - 48V DC
  • Anbindung der TK Systeme an das DB MAS System
  • Erstmaliger Einsatz von IP – Routern bei der DB, hier unterstützen wir im Genehmigungsprozess zur Freigabe beim EBA
  • Inbetriebnahme und Systemtests sowie Durchführung von Messfahrten

Planungszeitraum: Juni 2018 bis Juli 2020
Realisierungszeitraum: Juni 2019 bis September 2021
Personalbedarf: 60.000 Stunden

Das Teilprojekt von S21 ist in vier Abschnitte aufgeteilt, welche auch den einzelnen Planfeststellungsabschnitten entsprechen (Skizze oben).

Die Abschnitte 2.1–2.4 erstrecken sich von Wendlingen bis nach Ulm zum Hauptbahnhof. Der erste Abschnitt 2.4 ist die direkte Anbindung zum Bahnhof Ulm in Verbindung mit dem Albabstiegstunnel mit einer Länge von 5,9 km.

Im Albabstiegstunnel war ein sogenannter Feldtest geplant. Hier testet die Deutsche Bahn erstmalig den Einsatz eines IPSwitches, welcher für die Übertragung der einzelnen Meldungen verantwortlich ist. Zudem müssen auch neue Komponenten für die IP-Technik an den Endgeräten getestet werden. Der Feldtest fand 2020 statt  mit dem Ziel die Freigaben der neuen IP-Technik beim EBA zu erwirken.